{"id":440,"date":"2012-05-06T14:31:45","date_gmt":"2012-05-06T13:31:45","guid":{"rendered":"https:\/\/hoover.gplrank.de\/?p=440"},"modified":"2012-05-07T19:13:10","modified_gmt":"2012-05-07T18:13:10","slug":"eindeutig-mistwetter-unsere-premiere-beim-dda-birdrace-2012","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hoover.gplrank.de\/?p=440","title":{"rendered":"Eindeutig Mistwetter: Unsere Premiere beim DDA-Birdrace 2012"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Premiere beim <a title=\"DDA Birdrace\" href=\"http:\/\/www.dda-web.de\/index.php?cat=dda&amp;subcat=birdrace&amp;subsubcat=hintergrund\">DDA-Birdrace<\/a> 2012<\/p>\n<p>\u00dcber neun Stunden im Sattel, fast sechzig \u201cgr\u00fcne\u201d Kilometer auf der Uhr, 95% Mistwetter und 5 Minuten Sonnenschein: So lauteten die Randbedingungen f\u00fcr das Team \u201c<strong>Eindeutig Grosstrappe<\/strong>\u201d um Moni Storm, Yvonne vom Hofe, Frank Schell und Uwe Sch\u00fcrkamp.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hoover.gplrank.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bild-019.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-443\" title=\"Eindeutig Gro\u00dftrappe 2012\" src=\"https:\/\/hoover.gplrank.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bild-019.jpg\" alt=\"\" width=\"1824\" height=\"1368\" \/><\/a><\/p>\n<p>Los ging\u2019s um 8:30 Uhr in Begleitung einer \u201cembedded Reporterin\u201d von der \u201cNeuen Westf\u00e4lischen,\u201d deren Nacht bereits gegen 2 Uhr mit Eulenbeobachtungen in Begleitung eines anderen Teams begonnen hatte (Ulrike, vergiss beim n\u00e4chsten Mal die Regenhose nicht ;-). Der Start der Tour bei (noch) leichtem Regen f\u00fchrte \u00fcber den Stiftskamp (wir waren froh, bereits hier einen rufenden Gimpel \u00a0notieren zu k\u00f6nnen) zu einem ersten Besuch bei der Herforder Wasseramsel am Bergertor, die aber leider nicht zuhause war oder noch schlief (es war ja schliesslich Wochenende). Mehrere Gebirgsstelzen und ein Eichelh\u00e4her entsch\u00e4digten uns aber f\u00fcr den Moment, ein zweiter Besuch auf dem R\u00fcckweg war bereits eingeplant.<\/p>\n<p>\u00dcber den \u201cB\u00fcnder Fu\u00dfweg\u201d (leise rief die 1. DoGraM\u00fc, konnte aber nicht von allen geh\u00f6rt werden) ging es dann am Sportplatz vorbei in\u2019s F\u00fcllenbruch und \u00a0gleich von Null auf Hundert : Gelbsp\u00f6tter, Teichrohrs\u00e4nger, diverse Nachtigallen, Rohrweihen, eine Kanadagans, Reiherenten und Rohrammern f\u00fcllten langsam die noch recht leere Tickliste der \u201cTop 100\u201d-Arten von Birders-HF.de.<\/p>\n<p>Wir machten uns bereits Sorgen \u00fcber den augenscheinlichen Schwalbennotstand, die das F\u00fcllenbruch jedoch dann an den Teichen erheblich abbauen konnte. Auf einem Acker an der Weggabelung blieb uns dann kurz die Luft weg: Frank erblickte eine sehr seltsame Rotkehlregenpfeiferpieperdrossel, der mutterseelenallein auf der riesigen Fl\u00e4che in Schm\u00e4tzerhaltung herumspazierte und Nahrung suchte&#8230; wir r\u00e4tselten, B\u00fccher wurden gew\u00e4lzt, dann kamen seine Kollegen: \u201cEindeutig Wacholderdrossel\u201d war die generelle Aussage. F\u00fcr\u2019s Verweilen und Rumr\u00e4tseln an dieser Stelle wurden wir mit einem Kiebitz belohnt, noch ein eventueller Problemfall weniger!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hoover.gplrank.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bild-013.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-442\" title=\"R\u00e4der &amp; &quot;Materialwagen&quot; f\u00fcr ein gr\u00fcnes Team\" src=\"https:\/\/hoover.gplrank.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bild-013.jpg\" alt=\"\" width=\"1824\" height=\"1368\" \/><\/a><\/p>\n<p>Entlang der alten Kleinbahn ging es dann in entschleunigtem Tempo Richtung Enger Bruch, hier konnten wir bereits auf der Strecke Bluth\u00e4nfling (2), Stieglitze (ebenfalls zweit, puh! \ud83d\ude09 Gartenbauml\u00e4ufer, Bachstelze, Rotkehlchen und noch einige andere Arten notieren, an die 40 waren bis dahin schon zusammen gekommen.<\/p>\n<p>Auf dem Turm im Bruch dann grosses Entsetzen: Auf den Teichen g\u00e4hnende Leere, selten hatten wir diese Wasserfl\u00e4chen so leer vorgefunden. Eine aufgescheuchte Limikole liess sich als Waldwasserl\u00e4ufer deuten, war aber nicht sicher bestimmt und damit ein \u201cno go\u201d f\u00fcr die Liste&#8230;schade! Wenigstens trieben sich 2 Steinschm\u00e4tzer auf der Schafwiese herum, ansonsten gab es nur Graug\u00e4nse, Stockenten, nicht mal eine Krickente liess sich blicken. Ein einfliegender Schwarm von ca. 15 Graug\u00e4nsen sorgte dennoch f\u00fcr einen sch\u00f6nen \u201cbirding\u201d-Moment.<\/p>\n<p>Nach einer Kaffeepause (gegen die K\u00e4lte gab\u2019s auf Wunsch auch einen feinen Single Malt \ud83d\ude09 f\u00fchrte der Weg dann weiter entlang \u00c4ckern und Wiesen Richtung H\u00fccker Moor, wo sich der G\u00e4nseteil der Liste dank Nilgans f\u00fcllen liess. Die Weisswangengans war leider nicht mehr vor Ort, auch hier kein H\u00f6ckerschwan, aber wir wussten bereits w\u00e4hrend der Vorbereitung, dass dieser f\u00fcr uns ein echter \u201cProblemvogel\u201d werden w\u00fcrde. Erste Pl\u00e4ne einer Entf\u00fchrung eines Individuum vom Obersee (w\u00e4re dort niemandem aufgefallen!) und dessen Transport im Hundeanh\u00e4nger mit anschliessender Freilassung im Kreisbebiet wurden aufgrund der Gefahr f\u00fcr Leib und Leben aller Beteiligten wieder verworfen.<\/p>\n<p>Den Uffmannschen Fischadler verpassten wir allerdings, die kurze Sichtung reichte wieder nicht zur eindeutigen Identifikation. Haubentaucher ja, Kormoran nein, dazu noch ein seltsamer Laubs\u00e4nger mit Gesangsst\u00f6rungen, kein Trauerschn\u00e4pper: Die Ausbeute war f\u00fcr Moor-Verh\u00e4ltnisse eher mau, aber ein leckeres Hefeweizen und \/ oder ein Kaffee liessen die Laune trotz der niedergehenden schweren Schauer wieder auf ertr\u00e4gliche Werte steigen.<\/p>\n<p>Derart gest\u00e4rkt ging es weiter Richtung Gut Bustedt, auf dem Weg begegneten wir endlich der lang vermissten Goldammer und einigen Turmfalken. \u00a0Die Umrundung des dortigen Sees brachte uns dann einem der sch\u00f6nsten Momente der Tour: Gegen 15 Uhr riss kurz der Himmel auf, die Sonne zeigte sich und setzte einen prachtvollen Kuckuck nebst Gesang hoch \u00fcber einer Wiese in perfektes Licht. Leider beschlugen wie auf Kommando *s\u00e4mtliche* Optiken der Teammitglieder, aber auch so war es einfach ein wirklich toller Moment, der f\u00fcr den vielen Regen fast entsch\u00e4digte; das Beste sollte aber noch kommen.<\/p>\n<p>Von Bustedt aus (hier bekamen wir den einzigen Mauersegler des Tages hoch \u00fcber dem Gutshof zu Gesicht) ging es zur\u00fcck Richtung HF, wieder entlang der Kleinbahn. Bei Oetinghausen gab\u2019s noch einen jungen, fast weissen Bussard, dessen Identifikation uns aber vor Riesenprobleme stellte: Alle Pr\u00e4positionen von \u201cM\u00e4use\u201d \u00fcber \u201cWespen\u201d bis \u201cRauhfuss\u201d wurden aufgerufen, Konsens war dann aber doch dank \u201cKosmos\u201d schliesslich \u201cjunger M\u00e4usebussard\u201d&#8230; leider.<\/p>\n<p>am F\u00fcllenbruch entschieden wir uns dieses Mal f\u00fcr den \u201coberen\u201d Eingang am Bauernhof vorbei, da wir an dieser Stelle vor Jahren schon mal Grauschn\u00e4pper ticken konnten.<\/p>\n<p>Grauschn\u00e4pper waren leider nicht vor Ort, daf\u00fcr gab\u2019s aber das absolute Highlight: Gleich 3 Steinschm\u00e4tzer und dazu noch 2 Braunkehlchen sassen nebeneinander auf f\u00fcnf Zaunpfosten und liessen sich in aller Seelenruhe beobachten. An selber Stelle liess sich auch kurz eine Feldlerche h\u00f6ren&#8230; \u201cWahnsinn\u201d beschreibt die Teamstimmung in diesem Moment wohl am besten.<\/p>\n<p>Auch auf der 2. Fahrt durch\u2019s F\u00fcllenbruch blieben Eisvogel, Kleinspecht und weitere Arten leider verschwunden (eine junge Ralle am 1. Teich sorgte noch kurz f\u00fcr Aufregung), daf\u00fcr bekamen wir nach 5 Minuten Wartezeit am Bergertor doch noch eine durchfliegende Wasseramsel vor die Linse, leider wieder kein H\u00f6ckerschwan (wie erwartet) im weiteren Flussverlauf stromauf entlang der Werre. Am Sportplatz hinter dem H2O sang eine Nachtigall! Sperber, Habicht, Rotmilan und Dohle gl\u00e4nzten weiterhin durch Abwesenheit; die Dohle gab\u2019s dann jedoch als Bonus mitten in Herford \u00fcberfliegend am \u201cEdeka\u201d-Markt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hoover.gplrank.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bild-023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-446\" title=\"Was f\u00fcr ein Dreck... Putzen angesagt ;-) \" src=\"https:\/\/hoover.gplrank.de\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/Bild-023.jpg\" alt=\"\" width=\"1368\" height=\"1824\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach fast 10 Stunden standen 68 Arten zu Buche, die Siebzig w\u00e4re der Hammer gewesen, aber das schlechte Wetter verhinderte wohl vielerorts weitere Beobachtungen. Alles in allem war es trotz des miesen Wetters ein tolles Erlebnis, bereits jetzt konnten wir in der \u201cgr\u00fcnen\u201d Wertung 13 Teams .de-weit hinter uns lassen&#8230; da ist noch Luft nach oben, wir treten auf jeden Fall wieder an \ud83d\ude09<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dda-web.de\/index.php?cat=dda&amp;subcat=birdrace&amp;subsubcat=arten\">Vorl\u00e4ufiges Ergebnis des BirdRace 2012<\/a><\/p>\n<p>Nachtrag: Aktuell belegen wir im Ranking der &#8220;gr\u00fcnen&#8221; Teams Deutschland-weit den 50. Platz von 71 Teams, die Beobachtungen erfasst haben&#8230; das ist doch was \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Premiere beim DDA-Birdrace 2012 \u00dcber neun Stunden im Sattel, fast sechzig \u201cgr\u00fcne\u201d Kilometer auf der Uhr, 95% Mistwetter und 5 Minuten Sonnenschein: So lauteten die Randbedingungen f\u00fcr das Team \u201cEindeutig Grosstrappe\u201d um Moni Storm, Yvonne vom Hofe, Frank Schell und Uwe Sch\u00fcrkamp. 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